Museumsführung im Dresdner Residenzschloss: Führung im Neuen Grünen Gewölbe

Grünes Gewölbe, Hofstaat zu Dehli von Johann Melchior Dinglinger 1708 Foto: skd  © David Brandt

Lassen Sie sich in die Welt der Kunstschätze aus der Renaissance, des Barocks und des Klassizismus entführen. In der ersten Etage des Dresdner Residenzschlosses stelle ich Ihnen im "Neuen Grünen Gewölbe" ausgesuchte Meisterwerke der Schatzkunst chronologisch geordnet vor, die August der Starke sowie seine Vorfahren und Nachfahren leidenschaftlich gesammelt haben.

Durch die moderne Raumgestaltung haben Sie die Möglichkeit, die Kunstwerke aus Gold, Silber, Email, Edelsteinen, Elfenbein, Perlmutter und weiteren exotischen Materialien aus nächster Nähe zu betrachten. Selbst einen beschnitzten Kirschkern mit angeblich 185 Köpfen kann man durch eine Lupe genauestens bewundern.

Aus der schier unzählbaren Fülle an unterschiedlichsten Kunstwerken möchte ich Ihnen während der einstündigen Führung eine kleine repräsentative Auswahl näher vorstellen; das verwendete Material, die Herstellungsweise und die Entstehungsgeschichte erklären.

www.skd.museum/panorama

Schlossführung: Neues Grünes Gewölbe © Steffi Uhlig


Museumsführung im Dresdner Residenzschloss: Schlossführung: Überblick über Schlossgeschichte und Besuch der Dauerausstellungen 

Schlossführung © Pavla Kopecká

Bei einer Schlossführung erfahren Sie Wissenswertes über Geschichte, Architektur, den Wiederaufbau und die jetzige Nutzung des Dresdner Residenzschlosses.

Sie besichtigen den kleinen und den großen Schlosshof, schreiten die Englische Treppe hinauf zur Fürstengalerie und erhalten einen Überblick zum sächsischen Herrscherhaus.

Im Neuen Grünen Gewölbe können Sie einzelne Kunstwerke wie z. B. die Kugellaufuhr von Hans Schlottheim, den Kirschkern, den Hofstaat zu Dehli vom Juwelier Johann Melchior Dinglinger oder den geschliffenen Grünen Diamanten bewundern.

In den Dauerausstellungen der Rüstkammer bestaunen Sie in der Türckische Cammer das neu restaurierte Tafelzelt von 1730, im Riesensaal kostspielige Ausstattungen für verschiedene Turnierarten, in der Ausstellung Auf dem Weg zur Kurfüstenmacht prachtvolle Kurschwerter und Harnische, in der Kurfürstlichen Garderobe luxoriöse Prunkkleider aus dem 16. Jahrhundert sowie in der Ausstellung Weltsicht und Wissen um 1600 diverse Kunstobjekte aus der Zeit des Kurfürsten August.

Schlossführung © Pavla Kopecká, Steffi Uhlig


Museumsführung im Dresdner Residenzschloss: Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht, Macht und Mode, Weltsicht und Wissen um 1600

Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht im Dresdner Residenzschloss © Steffi Uhlig

In der Ausstellung Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht wird der Weg der Wettiner von der Erlangung der sächsischen Kurwürde im Jahr 1423 über die Eroberung der Kurfürstenmacht durch Herzog Moritz von Sachsen im Jahr 1547 bis hin zur Nachfolge durch Herzog August von Sachsen 1553 gezeigt. Im Ostflügel ist der weltweit größte Schatz an Prunkwaffen der Reformationszeit und des frühen Barock präsentiert.

Die Ausstellung Kurfürstliche Garderobe stellt kostbare originale Gewänder der Fürstenmode aus der Zeit der Renaissance und des Frühbarock vor, welche bis auf wenige Ausnahmen sonst nur in Bildnissen der großen Herrscher jener Epoche zu belegen ist. Zu sehen sind 27 Herrscherkostüme, darunter sechs vollständige Kostümensembles und vier Damenkleider.

Die Präsentation Weltsicht und Wissen um 1600 veranschaulicht die Vielfalt des Phänomens Kunstkammer anhand von Werken und Sammlungsobjekten aus dem Besitz der sächsischen Kurfürsten, ohne eine Rekonstruktion der kurfürstlich-sächsischen Kunstkammer anzustreben.

Schlossführung: Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht © Steffi Uhlig


Museumsführung im Dresdner Residenzschloss: Türckische Cammer

Türckische Cammer im Dresdner Residenzschloss © Foto skd David Brandt

Diese Türckische Cammer zählt zu den umfangreichsten und größten Sammlungen ihrer Art in Deutschland.

Die Gründung geht auf die Kurfürsten von Sachsen im 16. Jahrhundert zurück, ohne dabei ein konkretes Entstehungsjahr nennen zu können. Es handelt sich um diplomatische Geschenke, gAnkäufe und Beutstücke aus unterschiedlichen Schlachten gegen das osmanische Heer.

Seit einigen Jahren werden die Kunstwerke nach 70 Jahren Abstinenz erneut öffentlich präsentiert: zirka 600 Einzelobjekte auf einer Fläche von 750 m².

Hauptattraktion der Ausstellung sind neben Waffen, Helmen, Panzerhemden, Fahnen, Kaftanen und Blankwaffen acht kunstvoll geschnitzte lebensgroße Pferde, welche mit prunkvollen Reitzeugen ausgestattet wurden.

Ein prächtiges Staatszelt vom großen militärischen Zeithainer Lager 1730 mit einer Länge von 20 Metern wurde in mühevoller Kleinarbeit restauriert und spannt sich nun wie ein zweiter Himmel über die Museumsbesucher.

Schlossführung: Türckische Cammer © Steffi Uhlig

 


Museumsführung im Dresdner Residenzschloss: Riesensaal

Riesensaal im Dresdner Residenzschloss © Foto skd David Brandt

Im Riesensaal befindet sich ein weiterer Teil der Rüstkammer mit etwa 400 Ausstellungsstücken zum Thema Turnierwesen vom späten 15. bis zum 17. Jahrhundert.

Der Hauptsaal des Dresdner Schlosses mit einer Länge von 57 Metern und 13 Metern Breite erstrahlt nach 280 Jahren in seiner alten Kubatur, aber in einer völlig neuen, modernen Inszenierung. Der Name geht auf seine damalige Ausmalung mit riesigen Kriegerfiguren zurück.

Nunmehr dient er als Schauplatz für verschiedenen Turnierarten der damaligen Zeit, die speziell am sächsischen Hof als sportliche Betätigung gepflegt wurden. Dafür wurden hölzerne Pferde in Lebensgröße geschnitzt, auf denen Reiterfigurinen in einer spektakulären Art ihr Können und ihren Mut unter Beweis stellen. Diese Reiter sind mit kostbarsten Prunkwaffen, Harnischen und Kostümen ausgestattet.

Schlossführung: Riesensaal © Steffi Uhlig



Museumsführung im Dresdner Residenzschloss: Münzkabinett

Münzkabinett © Steffi Uhlig

Anfang des 16. Jahrhunderts legte der sächsische Herzog Georg der Bärtige den Grundstock für das heutige Münzkabinett. Die Sammlung gehört damit zu den ältesten ihrer Art in Deutschland.

In den einst fürstlichen Wohnräumen werden die rund 3 300 Exponate präsentiert: ehemalige Zahlungsmittel und Medaillen aus verschiedenen Ländern. Das weite Spektrum des Münzkabinetts reicht von der Antike bis zur Gegenwart. Sächsische Münzen und Medaillen repräsentieren wichtige Epochen der sächsischen Landesgeschichte.

Jede Münze, jede Medaille ist mit einem Stück Welt- und Kulturgeschichte verknüpft und damit wertvoller Zeuge eines historischen Datums.

Schlossführung: Münzkabinett © Steffi Uhlig


Hausmannsturm

Hausmannsturm © Heike Stier

Der Hausmannsturm ist der älteste heute noch existierende Teil des Dresdner Schlosses. Oft erhöht, gilt er mit seinen 100 Metern Höhe als eines der markantesten Bauwerke Dresdens und ist ein beliebter Aussichtspunkt. Der Turm ist für Besucher mit einem gültigen Ticket über den großen Schlosshof  erreichbar. Von der Aussichtsplattform hat man einen wunderschönen Blick auf Dresden. Geöffnet ist der Turm von April bis Ende Oktober täglich außer Dienstags von 10 Uhr bis 18 Uhr.


Adresse

Residenzschloss, Taschenberg 2, 01067 Dresden

geöffnet täglich außer Dienstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Dauer der Führung: 1 - 2 Stunden nach Vereinbarung, vorherige Anmeldung ist erforderlich

Preise © Steffi Uhlig